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BERLIN, 11. Februar (afp). Vertreter der Friedensbewegung haben der Bundesregierung einen unklaren Kurs in der Irak-Politik vorgeworfen. Die ablehnende Haltung Berlins zu einem Krieg sei zwar zu begrüßen, sagte Peter Strutynski vom Bundesweiten Friedensratschlag Kassel am Dienstag in Berlin. Es sei aber festzustellen, "dass die Regierung diese richtige Sache außerordentlich dilettantisch vertritt". Zu einer zentralen Demonstration gegen den drohenden Irak-Krieg im Rahmen eines internationalen Aktionstages werden für Samstag Zehntausende in Berlin erwartet.
Strutynski sagte, die Bevölkerung brauche "unmissverständliche Signale aus Berlin". Auch den USA müsse die deutsche Haltung durch eine "klare Sprache" verdeutlicht werden. Mit Blick auf die Haltung der Bundesregierung sagte er, wer gegen militärisches Eingreifen sei, "muss auch wirklich alles tun, um den Krieg zu verhindern". So müsse es im UN-Sicherheitsrat ein verbindliches Nein zum Irak-Krieg geben - auch im Falle späterer Resolutionen. Zudem solle Deutschland "jede Form der Kriegsbeteiligung" verweigern und seine Kräfte aus Kuwait abziehen.
Zu der Demonstration hat ein Bündnis mit kirchlichen und gewerkschaftlichen Gruppen aufgerufen, zu denen die Organisation Pax Christi und die Verdi-Jugend gehören. Unterstützt wird die Aktion zudem vom globalisierungskritischen Bündnis Attac Deutschland.
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