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Weltweites "Nein zum Krieg"
Millionen Menschen zu Friedenskundgebungen erwartet
Zum Auftakt weltweiter Demonstrationen gegen einen Irak-Krieg haben Kriegsgegner
in Griechenland drei riesige Transparente mit Friedensbotschaften an der
Akropolis angebracht. Vom Athener Stadtzentrum aus waren am Samstagmorgen
die Botschaften "Ja zum Frieden - Nein zum Krieg" und "Krieg
ist Barbarei" zu erkennen.
Kommunisten, Gewerkschafter und Globalisierungskritiker hatten insgesamt
vier Kundgebungen in der griechischen Hauptstadt geplant. Weltweit hofften
die Veranstalter am Samstag auf den größten Anti-Kriegs-Protest
der Geschichte. Auch in Berlin erwartete die Polizei 100.000 Demonstranten.
Italiener gegen Berlusconis Irak-Politik
Hunderttausende Menschen haben sich am Samstag in Rom nach Angaben der
Organisatoren zu einer Demonstration gegen den Krieg versammelt. Der Beginn
der Kundgebung war für 14.00 Uhr geplant. Angesichts des großen
Andrangs sei jedoch ein früherer Beginn wahrscheinlich, berichteten
italienische Medien. Die Organisatoren rechneten mit rund einer Million
Teilnehmer.
An dem Demonstrationszug, der zeitgleich mit Dutzenden weiteren in aller
Welt stattfindet, wollten auch führende Politiker der Mitte- Links-Opposition
teilnehmen. Die italienische Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident
Silvio Berlusconi unterstützt die Kriegsdrohungen der USA gegen den
Irak. Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung lehnt
Umfragen zufolge ein militärisches Vorgehen gegen Bagdad jedoch grundsätzlich
ab.
Hunderttausende in London
In London werden am Samstag um die 500.000 bis zu einer Million Kriegsgegner
erwartet. Die Demonstration in London soll nach dem Willen der Veranstalter
den britischen Premierminister Tony Blair unter Druck setzen, der im Irak-Konflikt
als engster Verbündeter der USA gilt. Die USA haben Irak mit Krieg
gedroht, sollte es die UNO-Abrüstungsauflagen nicht erfüllen.
In der bulgarischen Hauptstadt Sofia haben etwa 3.000 Menschen am Samstag
gegen einen möglichen Krieg demonstriert. "Hände weg vom
Irak" und "USA sind Terroristen" hieß es auf ihre
Spruchbänder. Die Demonstranten trugen auch rote Fahnen und Bildern
von Stalin. Mit dieser Aktion setzte sich das bulgarische "Bürgerkomitee
für den Frieden und gegen den Krieg" für eine friedliche
Lösung des Irak-Konflikts ein.
Stoppt Bush und Sharon
In Moskau haben am Samstag mehrere hundert Menschen vor der US-Botschaft
demonstriert. Zu der von linksradikalen Parteien und Bewegungen organisierten
Kundgebung waren rund 300 Menschen erschienen, teilten die Behörden
mit. Über der Menschenmenge wehten zahlreiche rote Fahnen und Spruchbänder.
"Hände weg vom Irak", hieß es auch hier, ebenso wie
"Stoppt die beiden Hitler des 21. Jahrhunderts - Bush und Scharon".
Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle.
In der australischen Hauptstadt Canberra gingen rund 16.000 Demonstranten
auf die Straße. Im westaustralischen Perth wurden etwa 10.000 und
in Newcastle nördlich von Sydney 15.000 Demonstranten gezählt.
Am Freitag hatten in Melbourne mehr als 100.000 Menschen gegen einen Irak-Krieg
demonstriert. Es war die größte Kundgebung in Australien seit
den Protesten gegen den Vietnam-Krieg in den 60er Jahren.
Flieger für den Frieden
Im Zentrum von Auckland in Neuseeland versammelten sich am Samstag mehrere
Tausend Menschen. Über die Menge flog ein Flugzeug mit einem Spruchband,
auf dem zu lesen stand: "Kein Krieg, wir wollen Frieden".
"Was die Vereinigten Staaten tun ist falsch", sagte die japanische
Hausfrau Mariko Aoyama, die sich einer Demonstration in Tokio angeschlossen
hatte. "Wir stehen am Rande eines dritten Weltkriegs". In Südkoreas
Hauptstadt Seoul versammelten sich rund 2000 Demonstranten. Sie skandierten:
"Bush ist ein Terrorist" und "Stoppt den Krieg". Vor
der US-Botschaft in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur versammelten sich
rund 500 Demonstranten. "Lasst Bush fallen und keine Bomben",
war auf Plakaten zu lesen.
In San Francisco und New York erwarten die Veranstalter von Anti-Kriegs-Demonstrationen
am Sonntag mehr als 100.000 Menschen. Proteste sind auch in der traditionell
neutralen Schweiz geplant.
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