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Mit einem Friedensgebet im Berliner Dom hat am Samstagmittag in der deutschen
Hauptstadt eine Demonstration gegen einen Irak-Krieg begonnen. Der evangelische
Landesbischof Wolfgang Huber unterstrich vor mehreren Hundert Menschen
in und vor dem Dom, es gehe darum, die Regierung zu ermutigen andere Wege
zu gehen, als den der Gewalt.
Gewaltfreie Mittel müssten immer im Vordergrund bei der Lösung
von Konflikten stehen. Zugleich warnte er davor, Kritik an der Politik
der amerikanischen Regierung mit Antiamerikanismus gleichzusetzen. Gegen
12 Uhr setzten sich zwei Demonstrationszüge in Bewegung, die sich
um 14 Uhr zur Großkundgebung an der Siegessäule im Tiergarten
vereinigen sollten.
Die Demonstranten trugen Plakate und Transparente mit Aufschriften wie:
"Kein Bush-Feuer, sonst Flächenbrand", "Nein zum Irak-Krieg"
und "Arbeit und Bildung statt Krieg und Rüstung". Polizei
und Veranstalter rechneten mit bis zu 100.000 Menschen, die in Hunderten
Bussen und Zügen aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren. Zu
der Demonstration haben Friedens- und Menschenrechtsgruppen, Kirchen,
Gewerkschaften und parteinahe Organisationen aufgerufen.
Entgegen dem erklärten Wunsch von Bundeskanzler Gerhard Schröder
(SPD) haben auch die Minister Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), Renate
Künast und Jürgen Trittin (beide Grüne) ihre Teilnahme
angekündigt. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD)
wollte sich der Demonstration anschließen.
Die Kundgebung ist Teil einer weltweiten Protestwelle unter dem Motto
"Kein Krieg in Irak - Kein Blut für Öl", zu der am
Wochenende mehr als eine Million Menschen erwartet werden. Auch in anderen
Städten in Europa und den USA war am Samstag und Sonntag zu Demonstrationen
aufgerufen worden.
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